„Wir wurden von Anfragen aus der ganzen Welt überrannt!“

Eurobike Start-Up Award 2020: Wegbereiter in den Fahrradmarkt

Friedrichshafen – Sie brennen für innovative Ideen: Start-Ups können mit ihrer Leidenschaft und Kreativität oft leisten, was manchem alteingesessenen Unternehmen mit festen Strukturen nicht möglich scheint. Die „Jungen Wilden“ setzen ungewöhnliche Ideen um und schaffen Lösungen, die bisher aus unterschiedlichen Gründen nicht erreicht wurden. Sie bringen die Branche insgesamt voran – und bauen mit dieser Innovationsfähigkeit auch an einem neuen Image. Dafür brauchen sie Unterstützung. Eine der wirkungsvollsten, die man sich vorstellen kann, ist der Start-Up Award der Eurobike 2020. Unternehmen, die mit diesem Preis nach Hause gehen, können sich der Aufmerksamkeit ihrer potenziellen Geschäftspartner sicher sein.

Der Eurobike Award wird auch 2020 wie gewohnt und nach denselben Kriterien vergeben. Das diesjährige Eurobike Spezial vom 24. bis 26. November wird eine reine B to B-Veranstaltung sein. Das bedeutet, dass der Award für die Preisträger mindestens dieselben Auswirkungen wie die letzten Jahre entfalten kann. Geht es doch vor allem darum, Aufmerksamkeit zu generieren und potenzielle Geschäftspartner und Händler von den neuen Lösungen zu überzeugen. Die Gewinnerbekanntgabe erfolgt bereits am 2. September 2020 auf digitalen Weg im Rahmen des Start-Up Pitches mit anschließender Award-Verleihung.

„Der Eurobike Award ist in den Jahren zu einer Einrichtung geworden, die weder die Messebesucher noch die vielen Teilnehmer missen wollen. Das hat seinen Grund auch in der einzigartigen Aufmerksamkeit, die er für alle Beteiligten schafft“, erklärt Eurobike-Projektleiter Dirk Heidrich. „Wir freuen uns, mit dem Eurobike Award auch für Start-Ups seit zwei Jahren ein Tool bieten zu können, das innovativen Unternehmen hilft, ihre spannendsten Ideen überzeugend zu präsentieren. So werden Lösungen verwirklicht, die letztendlich die ganze Branche befruchten.“

Weitere Informationen unter www.eurobike.com.

Wie die Award-Gewinner 2019 selbst ihre Möglichkeiten erleben, schildern folgende Interviews:

Den Antrieb ganz neu nachgedacht hat man bei Tatze. Das Start-Up von Armin Hofreiter hat mit einem überraschend anders konzipierten Pedal-/Kurbelsystem ein Mountainbike-Pedal entwickelt, das deutlich dünner realisierbar ist als bislang übliche Produkte. Das schafft unter anderem mehr Bodenfreiheit.

Welche Chancen ergeben sich für heutige Start-Ups, den Fahrradmarkt maßgeblich zu bewegen?

„Die großen Firmen wollen gar nicht unbedingt jede Nische bedienen und so kann ein Start-Up mit funktionellen und qualitativ hochwertigen Produkten punkten. Wir haben z.B. mit ADD-FLAT Adapter begonnen – ein Umbaukit für Shimano Pedale um aus einem XT- oder XTR-Pedal ein potentes Kombipedal zu machen. Der Markt für diese Lösung ist überschaubar, das Produkt hat uns aber Aufmerksamkeit und unsere ersten Umsätze gebracht. Und damit haben wir dann unser TWO-FACE Kombipedal entwickelt, unser heutiger Top-Seller.“

Warum stellt gerade euer Produkt in seinem Bereich eine Revolution dar?

„Die Revolution besteht aus der Einheit von Pedal und Kurbel. Dabei werden die Lager für die Pedaldrehung in die Kurbel integriert, womit das Pedal sehr dünn gebaut werden kann. Bei einem herkömmlichen Pedal werden die Bauteile übereinander angeordnet, also Achse, darüber Lager, darüber Pedalkörper. Mit unserem Integralstandard möchten wir auch die Systemintegration von Kurbel und Pedalen vorantreiben und gewinnen mehr Bodenfreiheit und Effizienz.“

Wie hat sich euer Unternehmen seit der Award-Vergabe weiterentwickelt?

„Wir konnten nach der Eurobike Verträge mit Großhändlern in Deutschland, Österreich und der Schweiz abschließen. Zudem erweitern wir im Moment unser Produktportfolio um das MC-FLY Klickpedal, mit 305g das leichteste Enduro-Pedal am Markt. Das bei der Eurobike gezeigte Integralsystem war eine fahrbereite Studie. Derzeit sind wir dabei, das System in einer weiterentwickelten Version zu testen. Bei der Eurobike 2020 wird das fertige Serienprodukt gezeigt.“

Hat euch dabei der Gewinn des Start-Up Awards der Eurobike geholfen?

„Der Award hat uns über die Grenzen hinaus bekannt gemacht. Zudem wird man als Start-Up mit einem Eurobike AWARD im Rücken ernst genommen. Man muss nicht erklären, dass man tolle Produkte macht. Es hilft also ungemein bei der Markenbildung, bei der Sichtbarkeit und in unserem Fall auch beim wirtschaftlichen Erfolg.“

https://tatze-bike.com/

 

Die Branche ist offen wie nie: Mobilität heißt neben Fahrrad auch Scooter. John Irving ist der Geschäftsführer des britischen Unternehmens Aer Electric, das mit dem Aer 557 einen ganz speziellen Elektroroller entwickelt hat. Er soll in Sachen Ergonomie, aber auch in puncto Nachhaltigkeit und Performance einen neuen Level definieren – und konnte die Jury überzeugen.

Welche Chancen ergeben sich für heutige Start-Ups, den Fahrradmarkt maßgeblich zu bewegen?

„Für jede Innovation besteht das Problem, wahrgenommen und verstanden zu werden. Die Möglichkeiten für ein Start-Up auf der Eurobike sind immens und wir sind froh, mit unserem eigenständigen Roller ein Teil der Community zu sein. Für uns ist die Eurobike und die Fahrradindustrie, zusammen mit der Light Vehicles-Branche ein Teil der Lösung für die wachsenden Probleme in unseren Städten.“

Warum stellt gerade euer Produkt in seinem Bereich eine Revolution dar?

„Wir haben den ersten Scooter, der diesen begehrten Fahrradpreis gewonnen hat, weil die Jury unser hochwertiges Design und die Qualität des Produkts in Kombination mit den Fahrradprinzipien erkannt hat. Die richtige Geometrie für 20-Zoll-Räder, Faltbarkeit, ergonomische und sehr hochwertige Komponenten, das alles zusammen bringt bessere Performance als bei anderen auf die Räder.“

Wie hat sich euer Unternehmen seit der Award-Vergabe weiterentwickelt?

„Nach zwei Jahren Entwicklungszeit den Start Up-Award und damit die auch globale Anerkennung zu erreichen, war ein außergewöhnlicher Erfolg für uns. Die kürzlichen Herausforderungen durch Covid 19 einmal beiseite, konnten wir uns vergrößern und noch einmal ein ganz neues Roller-Produkt entwickeln. Wir konnten die Nachfragen ausbauen und arbeiten schon an einer aufregenden Marken-Partnerschaft mit anderen global tätigen Marken. Nebenher stellen wir den Fahrerlager-Scooter für das beste Ile of Man Motorradteam. Und wir haben eine fantastische Presse, unter anderem gehören wir für „Wired“ zu den besten E-Scootern 2020.“  

Hat euch dabei der Gewinn des Start-Up Awards der Eurobike geholfen?

„Die Eurobike und der Award gaben uns die Bekanntheit und den Auftrieb, den wir brauchten, um die Händler-Beziehungen weiter auszubauen. Für 2020 haben wir einen größeren Stand in einer der Haupthallen gebucht.“

https://aer.store/

 

Die Bike Box Company aus Südafrika entwickelte ein modulares Transportsystem für die unterschiedlichsten Fahrräder und gewann damit einen Eurobike Start-Up Award. CEO und Gründerin ist Christine Collins, die unsere vier Fragen so beantwortet hat:

Welche Chancen ergeben sich für heutige Start-Ups, den Fahrradmarkt maßgeblich zu bewegen?

„Die Fahrradindustrie entwickelt sich schnell und immer mehr Leute steigen auf das Rad um. Das bietet neue Einstiegsbereiche für kleine Unternehmen, die eine Marktlücke erkennen.“

Warum stellt gerade euer Produkt in seinem Bereich eine Revolution dar?

„Immer mehr Radfahrer nehmen ihre Fahrräder auf Flugreisen mit. Das bedeutet meist viel Logistik. Unsere BikeBox hat da eine Nische gefunden, denn sie ist günstig, extrem leicht und trotzdem bietet sie hervorragenden Schutz für das Fahrrad im Flugtransit. Der andere Vorteil ist, dass sich unsere Bike Box zusammenfalten lässt. Wenn gerade keine Reise ansteht, kann die Box mit minimalem Stauraum gelagert werden.“

Wie hat sich euer Unternehmen seit der Award-Vergabe weiterentwickelt?

„Wir sind ein südafrikanisches Unternehmen, doch seit der Award-Vergabe haben wir begonnen, uns auch im außereuropäischen Ausland zu etablieren. Mittlerweile haben wir einen Distributor in Frankreich und den USA. Gespräche mit einem deutschen Hersteller – hat die Corona-Pandemie vorerst zum Stillstand gebracht.“

Hat euch dabei der Gewinn des Start-Up Awards der Eurobike geholfen?

„Der Start-Up Award war eine großartige Auszeichnung und hat uns bestätigt, dass unser Produkt auch in Europa auf Interesse stößt. Mit dem Award haben wir begonnen, hier Fuß zu fassen, eine Entwicklung, die auch die weltweite Pandemie nur vorübergehend zum Stocken bringen konnte.“

https://bikebox.company/

 

Das E-Bike wird immer weiter diversifiziert. Das Schweizer Unternehmen Asfalt hat sich einer besonderen Variante verschrieben: Das Design des normalen, klassischen Sportrads bei kompromissloser Fahrrad- und E-Bike-Funktion ist ein wesentliches Feature des Asfalt LR. David Oreiro, einer der Gründer der Marke, beantwortet unsere Fragen.

Welche Chancen ergeben sich für heutige Start-Ups, den Fahrradmarkt maßgeblich zu bewegen?

„Heute ist es mehr denn je möglich, auch mit kleinen und vor allem agilen Teams neue Produkt-Innovationen zu entwickeln.“

Warum stellt gerade euer Produkt in seinem Bereich eine Revolution dar?

„Es ist die Kombination minimalistischer Schweizer Design-Sprache, Fahrvergnügen und technischer Innovation für den Kunden der sich nach den echten Bedürfnissen im Alltag ausrichtet.“

Wie hat sich euer Unternehmen seit der Award-Vergabe weiterentwickelt?

„Der nächste Schritt ist der Vertrieb auch außerhalb der Schweiz. Wir haben dafür nochmals Verbesserungen und Zertifizierungen für weitere Märkte in Angriff genommen. Unser Bike wird nun dieses Jahr auch in Europa erhältlich sein.“

Hat euch dabei der Gewinn des Start-Up Awards der Eurobike geholfen?

„Wir wurden von Anfragen aus der ganzen Welt überrannt. Das Echo war riesig und die Feedbacks extrem positiv. Wir können jedem Start-Up empfehlen unbedingt am Eurobike Award teilzunehmen.

https://asfalt.ch/

 

Wie bisher bleibt der Eurobike Award auch für etablierte Unternehmen ein Symbol der Innovationsfähigkeit und Kreativität. Und das wird von den Partnern und Kunden der gekürten Unternehmen durchaus honoriert. Timo Kieninger, Leitung Marketing und Vertrieb beim Komponentenhersteller Magura sagt im Interview:

Kann der Eurobike Award auch einem etablierten Unternehmen neue Impulse geben?

„Der Eurobike Award ist eine Institution in der Bike-Branche und daher auch für ein Unternehmen mit langer Tradition immer wieder ein Ansporn. Eine Branche, die stark von Neuheiten dominiert ist, tut gut daran, mit ausgewählten Auszeichnungen Produkte aus der Masse herauszuheben.“

Seht Ihr auch für das Markenimage des Unternehmens Vorteile durch den Eurobike Award?

„Der Award wird von der Leitmesse vergeben und ist daher eine Auszeichnung, die weit strahlt. Deshalb ist er immer ein wichtiges markenbildendes Instrument und macht sich sehr gut für die Kommunikation.“

www.magura.com

 

Auf dem deutschen wie internationalen E-Bike-Markt gilt das Unternehmen Riese und Müller als besonders innovationsfreudig und qualitätsbewusst. Markus Riese, Co-Gründer des Unternehmens, das 2019 mit einem Gold Award prämiert wurde, erklärt:

In welcher Hinsicht hat der Eurobike Award die Produktentwicklung bei Riese und Müller beeinflusst?

„Der Eurobike Award ist vor allem eine hohe Anerkennung für die viele Arbeit, die wir in die Analyse, das Engineering, die Komponentenauswahl und das Produktdesign stecken. Unsere Produktentwicklung selbst wird maßgeblich von den Bedürfnissen unserer Kund*innen beeinflusst.“

Sehen Sie auch für das Markenimage des Unternehmens Vorteile durch den Eurobike Award?

„Mit dem Award ausgezeichnete Produkte haben auf jeden Fall eine hohe Sichtbarkeit. Und da die Marke Eurobike auch bei Endverbraucher*innen bekannt, glaubwürdig und geschätzt ist, beeinflusst der Award unser Image positiv.“

www.r-m.de