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Die EUROBIKE ist weit mehr als eine Fahrradmesse: Wir informieren über weltweite Events, Kongresse und Vorträge, die unter dem Dach der EUROBIKE stattfinden.

EUROBIKE FAMILY

START-UPS HABEN EIN GROSSES POTENZIAL, DEN FAHRRADMARKT ZU ERFRISCHEN

Mit ihren neuen Produktideen sorgen junge Unternehmer am Fahrradmarkt für Aufsehen. Sie wollen Radfahren dadurch praktischer und alltagstauglicher machen. Im Gegensatz zu den etablierten Herstellern können sie auch einmal etwas riskieren und neue Wege gehen. Diesen Unternehmen bietet die EUROBIKE mit dem Start-Up Award eine eigene Plattform, die in diesem Jahr zum zweiten Mal stattfindet. Wir haben uns mit drei Vorjahressiegern unterhalten und wollten wissen, was aus ihrem Unternehmen geworden ist und warum gerade die Fahrradbranche Platz für Start-Ups bietet.

START-UP GEWINNER 2018

INTERVIEW MIT MULI CYCLES

Felix Schön, Vertriebs- und Marketingverantwortlicher bei muli-cycles

Welche Chancen haben Start-Ups aktuell, den Fahrradmarkt zu bewegen?

„Start-Ups haben ein großes Potenzial, den Fahrradmarkt zu erfrischen und einen Beitrag zu seiner Weiterentwicklung zu leisten. Wir sehen insbesondere die Kundennähe, welche für ein junges Unternehmen einen wichtigen Faktor darstellt, als großes Plus an. Die Kunden schätzen den persönlichen Kontakt und haben das Gefühl, Teil eines Projektes zu sein. Wir erhalten dadurch stets ein direktes Feedback aus der alltäglichen Nutzung und können unsere Produkte stetig anpassen und weiterentwickeln. Diese Flexibilität gepaart mit Innovationskraft stellt in jedem Fall einen Mehrwert für die gesamte Branche dar.“


 

Warum revolutioniert gerade euer Produkt?

„Wir haben mit dem „muli“ die Praktikabilität und den Mehrwert von Lastenfahrrädern mit der Flexibilität und Agilität herkömmlicher Stadträder gepaart. Man könnte auch sagen, wir haben ein Lastenfahrrad entwickelt, das nicht selbst zur Last fällt. Dadurch leisten wir einen Beitrag, das noch recht junge Segment der Lastenfahrräder für eine größere potenzielle Nutzergruppe zu öffnen. Eine weitere Besonderheit unseres Produkts ergibt sich dadurch, dass wir bewusst auf eine möglichst nachhaltige Produktion in Deutschland setzen. Wir arbeiten im gesamten Produktionszyklus, von der Rahmenherstellung bis zur Endmontage, nur mit lokalen Zulieferern zusammen.“

 

Wie hat sich euer Unternehmen im letzten Jahr weiterentwickelt?


„Zunächst einmal erfreut es uns natürlich sehr, dass wir einen weiteren großen Schritt machen konnten, das „muli“ auf dem Markt zu etablieren. Die Nachfrage und das Interesse an unserem Konzept steigen weiterhin spürbar an und wir konnten im dritten Jahr in Folge unsere Produktionskapazitäten nach Plan vergrößern. Durch neue, motivierte Mitarbeiter und die Schaffung notwendiger Strukturen konnten wir zudem das Fundament unseres Unternehmens weiter festigen. Das „muli“ ist mittlerweile flächendeckend in ganz Deutschland und in vielen europäischen Städten sowie Regionen erhältlich und wir haben spannende Kooperationen mit engagierten Fachhändlern eingehen können.“
 

Hat euch der Gewinn des Start-Up Awards der EUROBIKE geholfen?

„Auch wenn der Effekt natürlich nicht direkt messbar ist, sind wir auf jeden Fall der Meinung, dass der Gewinn des Start-Up Awards sowie die zusätzliche Auszeichnung mit dem EUROBIKE Gold-Award sehr wertvoll und hilfreich für uns sind. Wir haben dadurch natürlich zunächst einmal eine sehr große mediale Aufmerksamkeit erhalten und in der Folge viele Anfragen von Medienvertretern, Fachhändlern und Kunden. Insbesondere für letztgenannte schafft eine solche Auszeichnung Vertrauen und weckt zusätzliches Interesse. Für ein junges Unternehmen ist dies sehr wertvoll. Aber auch innerhalb der Fahrradbranche hat die Auszeichnung zu dem ein oder anderen interessanten Kontakt geführt.“

INTERVIEW MIT TRENUX

Welche Chancen haben Start-Ups aktuell, den Fahrradmarkt zu bewegen?

„Sehr gute. Die Einstiegshürden sind nicht so extrem wie in manch anderen Branchen, z. B. schwierige Zertifizierungen in der Medizintechnik. Zudem ist es gerade die richtige Zeit für neue Ideen rund ums Fahrrad. Gleichzeitig ist die Konkurrenz aber natürlich groß und gerade bei der Vielzahl an neuen Produkten ist es nicht ganz leicht, herauszustechen.“

Warum revolutioniert gerade euer Produkt?

„Der Trenux-Anhänger passt genau in die Marktlücke zwischen den etablierten Fahrradtaschen, Lastenanhängern und -rädern. Das Konzept vereint die Kompaktheit der Fahrradtaschen mit dem Ladevolumen eines herkömmlichen Anhängers. So geben wir Fahrradfahrern die Unabhängigkeit und Freiheit, schnell in der Stadt voranzukommen und trotzdem alles mitnehmen zu können. Mit einem Handgriff verwandelt sich der Gepäckträger in einen vollwertigen Fahrradanhänger mit einer großzügigen Ladekapazität für bis zu zwei Getränkekisten. Egal, ob bereits ein Fahrradanhänger vorhanden ist oder nicht, oder ob man Trekking-, City- oder Mountainbike fährt. Trenux passt an fast jedes Fahrrad und lässt sich mit einigen Handgriffen zügig montieren. Das Fahrrad wird so der perfekte Begleiter für eine nachhaltige urbane Mobilität.“

Wie hat sich euer Unternehmen im letzten Jahr weiterentwickelt?

„Seit der EUROBIKE 2018 ist einiges passiert. Investoren, erste Kunden, neue Hersteller, zehn Prototypen und sehr viel Entwicklungsarbeit. Ganz aktuell läuft bis zum 13. Juli unsere Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter (shop.trenux.de).“

Hat euch der Gewinn des Start-Up Awards der EUROBIKE geholfen?

„Auf jeden Fall. Der Award war der Auslöser für nahezu alles, was seitdem passiert ist. Ob es Trenux ohne den Award aktuell noch geben würde, ist unsicher. Der Award hatte sehr viel Feedback zur Idee eingebracht und war der Auslöser, den langen Weg der Entwicklung wirklich weiter zu gehen.“

INTERVIEW MIT SPEAROAD

Ivan Furfaro, CTO  und Co-Founder von Spearoad

Welche Chancen haben Start-Ups aktuell, den Fahrradmarkt zu bewegen?

„Der Fahrradmarkt ist aufgrund seines stetigen Wettbewerbs und dem Eintritt von neuen Playern eigentlich sehr schwierig. Das dynamische Umfeld bringt Unternehmen dazu, sich kontinuierlich zu entwickeln und innovative, optimierte Produkte und Dienstleistungen auf den Markt zu bringen. Gerade in einer Branche, die sich ständig weiterentwickelt, können Start-Ups aber einen fruchtbaren Boden für ihre Ideen finden. Sie haben die Flexibilität und Reaktivität, die Bedürfnisse des Marktes zu verstehen und zu testen, um ein Produktportfolio zu entwickeln, das über die normalen Standardprodukte hinausgeht. Die Rolle und Pflicht von Start-ups ist es dabei, Leuten die Wichtigkeit des Fahrrads im Gegensatz zu anderen Transportmitteln zu zeigen. Start-ups können dieses Ziel erreichen, indem sie den Markt beeinflussen und Produkte entwickeln, die existierende Probleme lösen.“

Warum revolutioniert gerade euer Produkt?

„Sicherheit im Straßenverkehr ist ein wichtiges Thema, schafft aber nur wenig Begeisterung auf institutionellen Ebenen. Viele Leuten sagen, dass sie das Fahrrad im Alltag nicht benutzen, weil sie sich unsicher fühlen. Die Hauptaufgabe von Spearoad ist es deshalb, eine effektive Lösung zu finden, die die Bedürfnisse des Radfahrers nach mehr Sicherheit und Sichtbarkeit im Straßenverkehr trifft. Das Ergebnis ist das PED, das weltweit erste smarte Fahrradpedal mit Blinker. Durch einen Remote-Controller am Lenker lässt sich das Pedal beleuchten. So wird der Radfahrer bei Dunkelheit besser visualisiert oder der Blinker zum Abbiegen betätigt. Lichter an der kompletten Seite des Pedals ermöglichen eine 360 Grad Sichtbarkeit. PED funktioniert zudem ganz ohne Batterie – also kein Wiederaufladen und hohe Nachhaltigkeit. Es ersetzt einfach das normale Pedal und ist ein Produkt für alle Fahrradfreunde. Kurz gesagt: ein neuer Pedaltyp, einzigartig und bis jetzt nicht am Markt bekannt. Es erhöht die Sichtbarkeit und somit in Konsequenz die Sicherheit auf der Straße.“

 

Wie hat sich euer Unternehmen im letzten Jahr weiterentwickelt?


„Wir haben unser Produkt stetig weiterentwickelt und eine neue Version gemacht, die sowohl bei Technik als auch Nutzerfreundlichkeit optimiert wurde, um unser Nutzerversprechen zu untermauern. Außerdem hatten wir einen hohen Aufwand, um finanzielle und wirtschaftliche Kooperationen für ein nachhaltiges Wachstum unseres Start-Ups abzuschließen, um möglichst schnell mit unserem Produkt auf den Markt zu kommen.“

Hat euch der Gewinn des Start-Up Awards der EUROBIKE geholfen?

„Auf alle Fälle. Der Gewinn des EUROBIKE Start-Up Awards gab uns eine viele größere internationale Sichtbarkeit und eine hohe Glaubwürdigkeit. Dank dieser wichtigen Auszeichnung zeigen unterschiedliche Firmen und Branchengrößen ein hohes Interesse an unserem Produkt und es werden potenzielle Synergien erarbeitet. Vielen Dank nochmals.“

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