Die Verkehrswende kommt, auf der Eurobike ist sie bereits Realität

Urbane Mobilität als ein zentrales Thema der Eurobike 2021

Friedrichshafen – Die Zeichen der Zeit stehen auf Mobilitätswende und die Innenstädte sind Vorreiter und zentraler Schauplatz dieser Entwicklung. Überall in den Städten ist die Veränderung sichtbar, ein Wandel hin zu mehr Lebensqualität und nachhaltigen, umweltfreundlichen Verkehrsstrukturen. Urbane Mobilität und die entsprechenden Produkte und Inhalte sind folgerichtig auf der Leitmesse Eurobike vom 1. bis 4. September 2021 in Friedrichshafen ein wesentliches Thema. Das Messepublikum kann sich dazu vielfältige Informationen an den Ständen der Hersteller holen, Neuheiten durch Testfahrten in der Demo Area erfahren und diese auch im umfangreichen Konferenzprogramm der Eurobike Academy kennenlernen und diskutieren.

Die Klimakrise spitzt sich zu – CO2-armer bis -freier Verkehr ist keine mögliche Option, sondern ein Muss, dazu quillt der Autoverkehr in den Innenstädten über. In großen Städten des europäischen Auslands steckt man schon mittendrin in der Verkehrswende, für Autos gesperrte Innenstädte bringen Lebensqualität und Sicherheit zurück. Die Pandemie hat diese Entwicklung auch in Deutschland beschleunigt und adäquate Fahrrad-Modelle für jeden Einsatzzweck gibt es vom City-Flitzer bis zum Kindertransporter. Die Eurobike als internationale Leitmesse der Branche zeigt mit ihren Ausstellern und Produktneuheiten, wo es in Zukunft hingeht. „Wir freuen uns sehr, dass im Rahmen der Eurobike 2021 auch das Segment Urbane Mobilität mit vielen Innovationen und aktuellen Modellen stark vertreten ist“, erklärt Stefan Reisinger, Eurobike-Bereichsleiter. „In den kommenden Jahren wird dieses Segment dynamisch wachsen und weiter ausdifferenziert. Es wird noch viele spannende Innovationen hervorbringen und den Markt wie auch die Eurobike antreiben.“

Ein zentraler Punkt: Der Transport auf kurzen Strecken muss auch ohne Autos gewährleistet sein und die einstige Nische „Cargobike“ ermöglicht das auf vielfältige Art. Da ist das Cargoline FS 800 des Traditionsherstellers Kettler (Halle A6 / 302) mit vollgefedertem Fahrwerk. Egal ob Kinder oder empfindliche Güter, bis 250 Kilogramm Gesamtgewicht ist jede Fracht bestens aufgehoben – auch durch verschiedene Transportaufbauten. Für den tiefen Schwerpunkt und intuitives Handling sorgt ein derzeit einzigartiges Lenkungskonzept in der Vorderradnabe.

Wie sehr Urban Style auch Lifestyle ist, zeigt das durch-designte Ca Go Bike (Freigelände Ost / 317). Nicht nur in Sachen Form und Optik der Ladebox ist das E-Bike individuell konfigurierbar, auch viele ergonomische Komponenten können von Käufer oder Käuferin zusammengestellt werden.

Aber auch Exoten wie das Ginkgo (Übergang Ost / 301) sind vertreten: Das in Schweden hergestellte Bike ohne Unterstützung wiegt gerade einmal 15 Kilogramm und ist auch abseits asphaltierter Wege gut aufgehoben.

Auch Schwerlasten sind kein Problem mehr: Das dreirädrige XCYC Pickup Work 4.0 hat ein zulässiges Gesamtgewicht von 300 Kilogramm und mit dem Bosch Performance-Antrieb einen starken Motor für viel Power auch mit Last – auf Wunsch mit zwei Akkus.

Wer von Fracht spricht, muss auch von Verpackungsstandards sprechen. Der Anhänger BicyLift von FlexiMondal (Zeppelin Cat Halle A1 / 605) ist für Euro-Paletten – immer noch eine Standard-Norm in der Logistikbranche – optimiert. Anhänger darunter schieben, Palette aufbocken, los geht’s auf die letzte Meile!

Aber natürlich ist auch beim Pendlerrad und dem urbanen Kompaktrad viel Bewegung. Flyer etwa hat mit dem Upstreet 1 (Zeppelin Cat Halle A1 / 600) einen wendigen Stadtflitzer mit 20-Zoll-Bereifung und praktischem tiefen Einstieg im Programm, der an der Ampel garantiert Spaß macht, aber bei der Mitnahme in Bus und Bahn stressfrei zu handhaben und zuhause gut zu verstauen ist.

Mit ungewöhnlichen 24-Zoll-Rädern und besonders fein zeigt das designorientierte Unternehmen Storck seine Vorstellung vom Urban E-Bike. Das Name:2 versteckt einen leichten Fazua-Motor und einen 250-Wattstunden-Akku im Carbon-Rahmen. Flink an der Ampel und leicht beim Tragen in die Büro-Etage.

Als Pendler vom Auto aufs Rad umsteigen? Kein Problem und sogar mit Erholungsfaktor: Das schnelle Aska S-Pedelec (Übergang Ost / 402) fällt nicht nur durch sein futuristisches Design auf: Es ist vollgefedert und erlaubt mit seinen breiten MTB-Reifen auch Ausflüge jenseits des Asphalts. Das heißt: mit der richtigen Route wird schon die morgendliche Arbeitsstrecke zum Natur-Erlebnis!

Die Mobilität mit Pedelcars – Pedelecs mit drei oder vier Rädern und einer Karosserie – sind ein neuer Weg, um witterungsneutral und komfortabel in der City unterwegs zu sein. Hopper Mobility (Übergang Ost / 300) ist eines der Unternehmen, das mit seinem Konzept am weitesten fortgeschritten ist. Der Hopper hat drei Räder und Hinterradlenkung, wird wie ein E-Bike angetrieben und zwei Erwachsene oder ein Erwachsener und zwei Kinder finden unter dem Solarstrom sammelnden Dach Platz.

Damit diese Problemlöser und urbanen Spaß-Maschinen möglich werden, sind auch die Komponentenhersteller ständig in Bewegung. Das Traditionsunternehmen Heinzmann (Halle A6 / 208) etwa konnte vor kurzem ein komplettes Antriebssystem für Schwerlast-Räder vorstellen. Der Nabenmotor liefert Leistungsspitzen von 1.350 Watt und ein Drehmoment von bis zu 113 Newtonmeter. Für Drei- und Vierräder kann das System auf zwei Motoren erweitert werden. Auch Bosch (Halle A6 / 300) stellte bereits die Antriebsreihe Cargo Line für Lastenräder vor, auch in den anderen Bereichen werden zur Eurobike Neuheiten erwartet. Ähnlich der Autozulieferer Brose (Zeppelin Cat Halle A1/ 404): Sein Drive T ist speziell für den Transport optimiert. Und auch Komponentenriese Shimano (Halle B3 / 300) kann mit einer großen Auswahl an Antriebssystemen mittlerweile jedes Segment abdecken.

Urbane Mobilität ist zur Eurobike auch über die Neuheiten-Vorstellung der Hersteller an Ständen und der Demo Area hinaus ein zentrales Thema, beispielsweise als Wissens- und Diskussionsplattform im Rahmen der Bike Biz Revolution-Konferenz am 31. August oder auch aus verbandspolitischer Perspektive durch die gemeinsame Veranstaltung von Conebi und ZIV (https://www.eurobike.com/de/event-detail/632).    

Alle weiteren Informationen unter: www.eurobike.com.